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› Forschungsförderpreis 2021

Weiterförderung des Registers zur Erfassung Tumor‐Immun‐Therapie Assoziierter Nebenwirkungen ‐ (TITAN) bzw. Side effect registry immuno‐oncology (SERIO)

München, 22. Oktober 2020 – Die Bristol Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie wird das Projekt SERIO noch ein weiteres Jahr mit einer Fördersumme von 100.000 Euro unterstützen. Das zweite Jahr beginnt ab November 2020. Nachdem die Pilotphase am Universitätsklinikum in Erlangen begonnen hat, wird das Projekt im zweiten Jahr an der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) fortgeführt. Hintergrund ist der Wechsel der Projektverantwortlichen, Frau Professor Dr. med. Lucie Heinzerling. Sie ist wird ab November 2020 an der LMU, Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, tätig.

Das Register dient der systematischen Erfassung von immunvermittelten Nebenwirkungen unter Tumorimmuntherapie. So können Krankheitsverläufe und Auswirkungen auf die Lebensqualität von Patienten besser verstanden werden. Im Rahmen des deutschen Krebskongresses (DKK) in Berlin im Frühjahr 2020 fand der Soft Launch statt, um das Online-Register vorzustellen. Das Register können Sie hier einsehen.

In der Datenbank, die durch das Paul-Ehrlich-Institut erstellt wurde, sind mittlerweile mehr als 1800 seltene, schwere, komplexe oder tödliche Nebenwirkungen erfasst. Die Eingabe über die Online-Schnittstelle wird weiter verbessert indem User, die das Register nutzen, Rückmeldung geben. Ein Datenschutzkonzept wurde erstellt. Experten für verschiedene Organsysteme wurden rekrutiert und neue interessante Projektideen (z.B. Auswertung der Encephalitiden) konnten generiert werden und laufen bereits an.

Es hat sich gezeigt, dass die Digitalisierung des Registers ein wichtiger Schritt gewesen ist, um Meldungen verschiedenster Zentren wie auch niedergelassener Onkologen zu erhalten. Im zweiten Jahr gilt es den nachhaltigen Betrieb des Registers zu gestalten und meint insbesondere die Datenbankpflege, die kritische Einordnung und Kuratierung der Daten sowie regelmäßige Aktualisierungen („Case of the month“).

Die Förderung der Stiftung Immunonkologie ermöglicht den Einsatz einer Ärztin, die das Projekt betreuen und maßgeblich weiter gestalten wird.

Die Pilotphase – Ein Kurzfilm

Ein Kurzfilm zum Projekt zeigt den Auftakt der Pilotphase im Sommer 2019. Das erste Projektjahr wurde von der Stiftung Immunonkologie mit einer Anschubfinanzierung von 100.000 Euro gefördert.  Zur Pressemeldung geht es hier entlang.