Im historischen Heidelberger Schlösschen überreichen Vorstandsmitglied Michael May (3.v.r.) und Kuratoriumsmitglied Dierk Neugebauer (4.v.l.) die symbolische Förderurkunde. Das Team um Michael Thomas (M) freut sich: Stefan Bauer, Corinna Jung, Matthias Villalobos, Laura Unsöld und Nicole Deis (v.l.n.r.) Foto: Sonnenberg

Thoraxklinik Heidelberg erhält knapp 200.000 Euro als Fördersumme für die Entwicklung von standardisierten Entscheidungshilfen

München/Heidelberg, 25. Juli 2019 – Für Patientinnen und Patienten mit der Diagnose eines metastasierten Lungenkarzinoms stehen oft viele Entscheidungen an, für die sie größtmögliche Unterstützung benötigen. Ein Team der Thoraxklinik Heidelberg wird genau für diese Lebensphase standardisierte Entscheidungshilfen entwickeln, die Patientinnen und Patienten bei drängenden medizinischen und psychosozialen Fragen helfen können. Die Bristol-Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie fördert die auf zwei Jahre angelegte Entwicklung und Implementierung dieser Entscheidungshilfen mit 197.371 Euro.

„Lungenkrebs gehört zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen“, sagt Oberarzt Matthias Villalobos, der zum Heidelberger Team gehört. „In ungefähr der Hälfte der Fälle wird die Krankheit erst diagnostiziert, wenn sie bereits gestreut hat. Dann ist eine Heilung kaum möglich und die existentielle Belastung sehr hoch.“ In solchen Krisensituationen steht den Patientinnen, Patienten und ihren Angehörigen an der Thoraxklinik Heidelberg ein interprofessionelles Team aus speziell geschulten Ärztinnen, Ärzten und Pflegefachkräften zur Seite.

„Gerade die neuen onkologischen Therapiestrategien erfordern manchmal einen Balanceakt zwischen Hoffnung und realistischer Krankheitseinschätzung. Die von uns geförderten Entscheidungshilfen sollen Patientinnen und Patienten in dieser krisenhaften Zeit helfen, die für sie wichtigen Themen anzusprechen“, begründet Michael May vom Vorstand der Bristol-Myers Squibb-Stiftung Immunonkologie die Förderung. „Mit den Entscheidungshilfen lassen sich dann möglicherweise für viele Fragen auch Antworten finden.“

Die ab Herbst 2019 in Heidelberg entwickelten Entscheidungshilfen werden bundesweit zur Verfügung stehen.