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› Forschungsförderpreis 2021

Forschungsförderpreis Young Scientists IO

Preisträger 2019

Anlässlich des 34. Deutschen Krebskongresses (DKK) in Berlin wurde zum ersten Mal unser Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“ verliehen: Am 19. Februar 2020 haben wir drei junge Wissenschaftler für ihre innovativen exzellenten Forschungsarbeiten im Bereich der Immunonkologie ausgezeichnet.

Dr. Luisa Bresadola

Umfassende genomische und transkriptomische Analyse von primären und rezidivierenden Kopf-Hals-Tumoren

Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome (HNSCC) bilden eine Gruppe heterogener Erkrankungen, die aus den Epithelzellen der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfes, der Nasenhöhle und der Speicheldrüsen hervorgehen. Hauptrisikofaktoren sind Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und die Infektion mit humanem Papillomavirus (HPV). Trotz aggressiver Behandlung rezidivieren bis zu 50% der Patienten innerhalb von drei Jahren und haben sehr schlechte Prognosen.

Dr. Luisa Bresadola und ihr Team untersuchten in ihrer Studie, wie sich die genetische Landschaft und die Muster der Genexpression während der Tumorentwicklung, bei Wiederauftreten und nach der Behandlung ändern. Die daraus hervorgegangen Informationen können unser Verständnis der Tumorprogression verbessern und bei der Vorhersage helfen.

Translationale Onkologie (TRON) an der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Bruno Loureiro Cadilha

Eine verbesserte Rekrutierung sowie die Umgehung der Immunsuppression ermöglicht den Einsatz der T-Zelltherapie bei soliden Tumoren

Die CAR-T-Zelltherapie ist bei Patienten mit hämatologischen Krebserkrankungen ein Hoffnungsträger und führt in einigen Fällen zu dauerhaften Remissionen. Zurzeit wird die CAR-T Zelltherapie bei soliden Tumoren noch nicht eingesetzt, da die modifizierten T-Zellen nicht in den Tumor eindringen können und durch das immunsuppressive Milieu des Tumors gehemmt werden.

Bruno Loureiro Cadilha und sein Team forschen an der Überwindung dieser Einschränkungen, denn dies ist entscheidend, um die Translation der CAR-T-Zelltherapie in solide Tumoren zu ermöglichen.

Zentrum für Integrierte Proteinforschung und Abteilung für klinische Pharmakologie, Medizinische Klinik und Poliklinik IV, Klinikum der Universität München

Dr. Riccardo Pecori

RNA-Editing als Instrument zur Verbesserung der Sensitivität gegenüber Immuntherapien

Die Immuntherapie hat den Erfolg in der Behandlung von Krebserkrankungen deutlich verbessert. Trotz dieses klinischen Erfolgs sprechen viele Patienten nicht auf eine Immuntherapie an oder entwickeln eine therapeutische Resistenz. Aus diesem Grund ist die Entwicklung neuer Strategien zur Sensibilisierung von Tumoren für die derzeit verwendete Immuntherapie dringend erforderlich.

Riccardo Pecori und sein Team forschen deshalb an RNA-Editing als Instrument zur Verbesserung der Empfindlichkeit gegenüber Immuntherapien.

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg

„Nur über Forschung kann es eines Tages gelingen, Krebserkrankungen in all ihren Erscheinungsformen zu besiegen. Der Förderpreis soll gerade junge Forscher motivieren, zur Weiterentwicklung der Immuntherapie beizutragen“

Dr. Michael May, Vorstandsmitglied.

Mit Forschungsförderung Hoffnung gestalten

Frau Dr. med. Katja Weisel, Vorstandsmitglied der Stiftung und stellvertretende Direktorin des Universitären Cancer Center Hamburg (UCCH) macht noch einmal deutlich, dass die immunonkologische Forschung mit vielen Hoffnungen aber auch mit Herausforderungen verbunden ist: „Wir hoffen, möglichst viele Krebsarten mit der Immunonkologie behandeln und eines Tages auch heilen zu können.“ Nach wie vor besteht hier großer Forschungsbedarf, sowohl präklinisch als auch klinisch und in der Versorgung. Junge Wissenschaftler sollen mit dem Forschungsförderpreis „Young Scientists IO“ motiviert werden, den Erkenntnisgewinn im Bereich Immunonkologie voranzutreiben.